Ein modernes Märchen im Jahre 2022 Teil III
Pumba schaukelt, vor sich hin schnarchend, von Wimdhoek aus in Richtung Addes Abeba. 4383km in Richtung Nord-Osten über das wunderschöne Okavongo Delta, seine Heimat und den Äquator auf die nördliche Halbkugel.

Von all dem bekommt Pumba nichts mit, er schläft und träumt von seinem neuen Leben mit der Prinzessin.
Als es rumpelt und er im Container nach vorne gedrückt wird kommt er schlagartig wieder zu sich. Er nimmt fremde Gerüche und eine ihm unbekannte Sprache wahr, im Bauch des Vogels wird es lebendig, Dinge bewegen sich. Nur hell wird erst mal nicht. Mit seinem Container wird Pumba hin und her geschoben. Nachdem sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben erkennt er ein großes Feld mit vielen so riesigen Vögeln und ein erleuchtetes Gebäude auf das er zu geschoben wird.
In dem Gebäude angekommen wird Pumba aus dem engen Container befreit und kann sich etwas die Beine vertreten, aber dann geht es auf einmal wieder los, erneut auf das Karussell, diesmal ist es größer und rasanter als zuvor, aber auch hier lassen sie ihn ein paar Extrarunden drehen.
Wieder im Container weiß Pumba jetzt was auf ihn zukommt, er macht sich bereit und kuschelt sich zwischen ein paar anderen Gepäckstücken zusammen. So verschläft er den Start, die 5590km Flug und die Landung in Frankfurt.
Die Prinzessin unterdessen versucht auch zu schlafen, vergeblich. Sie hat einen so blöden Platz, Reihe vor Wand, ohne Fenster und direkt an den Toiletten, abbekommen das an Ruhe nicht zu denken ist, trotz aller Versuche. Sie hofft nur das Pumba es deutlich bequemer hat.

Die Prinzessin ist froh als sie endlich in Frankfurt landen. Bald sind sie Zuhause!
Die Einreise ist schnell erledigt, ab geht es zum Kofferband.
Hoffentlich hat Pumba sich benommen und bei der Gepäckkontrolle ruhig verhalten denn er besitzt ja bekanntlich keinen Reisepass. Es wäre zu schade wenn auf den letzten Metern der Reise noch etwas schief gehen würd.
Die Reisetasche der Prinzessin ist schnell da, gut zu erkennen in ihrer strahlenden Farbe. Und dann heißt es warten und warten und warten. Viele Mitfliegende haben ihr Gepäck schon und die Menge am Kofferband wird kleiner…
Plötzlich ein lautes „JIPPIEHHHHHH“ und Pumba stürzt aufs Band und dreht eine letzte Runde auf dem Karussell bevor er von der Prinzessin hinunter gehoben wird.

Er hatte sich bei der Kontrolle still und ruhig verhalten und doch war er wohl irgendwie verdächtig und musste eine nähere Kontrolle über sich ergehen lassen, aber wie auch immer, er hatte es geschafft und war wieder mit der Prinzessin zusammen.
Die Prinzessin schnallte Ihn auf ihre Tasche und ab ging es…

Doch Pumba war schwer und die Prinzessin müde, so mussten sie auf dem Weg zum Bahnhof mehrer Pausen einlegen. Pumba staunte derweil über all die vielen Menschen, diese riesige Gebäude, alles schien von Ort zu Ort größer geworden zu sein, ja auch die Menschen waren hier größer als in seiner Heimat, es war schneller und geschäftiger, nicht so gemütlich und gemächlich.
Pumba war mit einem mal klar, „Hakuna Matata“ war hier keine verbreitete Einstellung…
Auch roch es hier wieder anders, die Luft erschien leichter.
Am Bahnhof angekommen staunte Pumba ein weiteres mal…
So große Schlangen hatte er noch nie gesehen und sie verschluckten die Menschen, spuckte andere unversehrt wieder aus. Keiner schien Angst vor Ihnen zu haben, die Menschen stürmten sogar auf sie zu…komisch!

Die Prinzessin versprach Pumba vor der Schlange zu beschützen, sie nannte dies Schlange: Zug.
So stieg er mit Ihr in die nächste Schlange, Verzeihung ZUG, mit ein. Er hatte zwar noch etwas zittrige Knie aber er vertraute der Prinzessin.
Diese überließ ihm den Fensterplatz so das er die Landschaft bestaunen konnte. Diese war so anders als in daheim, auch da war es grün, aber ein solches saftiges Grün hatte Pumba noch nie gesehen! ?

Der letzte Abschnitt der Reise ging mit hohem Tempo voran, so das die Prinzessin und Pumba nach knapp 26 Stunden Reise im Schloss ? ankamen.
Pumba schmiss schnell all seine schützenden Mäntel von sich, rannte sofort in den Park und freute sich sehr, hier ließ es sich gut leben.

Pumba tollte durch den Park, machte sich mit den anderen Bewohnen des Parks bekannt und schloss schnell Freundschaften mit Igeln, Vögeln und Mäusen.
Die Prinzessin sorgte dafür das es allen gut geht!

Die Prinzessin, Pumba und Ihr Hofstaat leben glücklich und zufrieden in einem kleine Ort in Deutschland und brechen ab und zu mal zu neuen Abenteuern auf.
…und wenn sie nicht streben, dann leben sie glücklich und zufrieden ewig. ?
ENDE
